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Antworten auf offene Fragen Windkraft in Schoningen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

220 Menschen haben die Veranstaltung live verfolgt. Fast 50 Fragen erreichten uns über den Live-Stream. Herzlichen Dank für die vielen Beiträge. Wir haben versprochen, dass keine Frage unbeantwortet bleiben soll. Alle offenen Fragen haben wir weiterleitet und die Teilnehmer um Statements gebeten. Nach und nach werden sie komplettiert. Bitte haben Sie Verständnis, dass es einige Zeit dauern kann. Vielen Dank.

24. Juni 2020 Anonym

Danke an die Veranstalter für diesen Abend!!! Das Format inklusive online ist klasse. Weiter so!!!

Antwort: Jörg Grabowsky: Vielen Dank. Für mich war das ein lebendiges positives Signal, das die Uslarer Lokalpolitik funktioniert. Natürlich wurden Meinungsverschiedenheiten deutlich. Aber alle Beteiligten haben sachlich und gut argumentiert. Die allesamt hilfreichen Zuschauerfragen konnten beantwortet werden.

Danke an alle. Vor allem an alle Vorbereiter und Mistreiter

24. Juni 2020 Anonym

Warum sollten wir näher bauen lassen, als Niedersachsen vorsehen wird?1000m sind ohnhin zu wenig. Aber noch weniger??Nicht mit uns!!!!!

Antwort: Jörg Grabowsky: genau das herauszuarbeiten war unser Ziel. Es ist eine gute Nachricht, dass alle Akteure das genauso sehen.

24. Juni 2020 Anonym

Frau Schmidt, welche Größenordnung ergeben 90% Gewerbesteuer für die Gemeinde

Antwort: Daniela Schmidt, Plan 8

24. Juni 2020 Anonym

Der Bau, Betrieb und spätere Abbau einer WEA verbraucht große Mengen an fossilen Brennstoffen und mindert enorm die CO2 Bilanz. Warum wird das verschwiegen?

Antwort: Daniela Schmidt, Plan 8

24. Juni 2020 Anonym

Zusammenhängende, gewachsene Natur kann niemals durch diese Ausgleichszahlungen mit neuer Planung von Naturelementen ersetzt werden!!!

Antwort: Jörg Grabowsky: Das sehe ich auch so. Allerdings gehört auch zum Genehmigungsverfahren, dass die Natur wieder hergestellt werden muss oder Ausgleichsgebiete geschaffen werden. Das hat in Schoningen schon einmal funktioniert. Aber hier kannten wir im Vorfeld alle Bedingungen und Akteure.

Die Ausgleichszahlungen sind neu und zusätzlich. Aber auch sie dürfen nur für die Natur verwendet werden, habe ich vom Landkreis gelernt.

24. Juni 2020 Anonym

Warum wird nur der Flügelschag bei Sonne berechnet und nicht die Beeinträchtigung des Lichts in der Nacht, die durch den Flügelschlag nicht kontant gleich sind?

Antwort: Daniela Schmidt, Plan 8

24. Juni 2020 Anonym

Warum wird in die CO2 Bilanz überhaupt nicht einberechnet, dass der Bau, der Betrieb und der spätere Abbau der WEA CO2 verbraucht? Das verfälscht die Bilanz.

Antwort: Daniela Schmidt, Plan 8

24. Juni 2020 Anonym

Was heißt Windpark ? Ist ausgeschlossen, dass wenn etwas steht, dann einfach über unsere Köpfe hinweg gebaut werden können?

Antwort: Ralf Buberti, Landkreis Northeim: Ein Windpark (auch Windfarm genannt) ist eine räumliche Ansammlung von Windenergieanlagen. Eine Windfarm im Sinne des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz besteht aus mindestens drei oder mehr Windenergieanlagen, deren Einwirkungsbereich sich überschneidet und die in einem funktionalen Zusammenhang stehen.



Die eigentliche Anlagenzulassung der Windenergieanlagen erfolgt in einem Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Vorbelastungen in Form von bestehenden Anlagen werden in diesem Verfahren berücksichtigt. Grundsätzlich wird in jedem Genehmigungsverfahren geprüft, ob die gesetzlichen Schutzansprüche der Allgemeinheit und der Nachbarschaft sichergestellt werden. Kommt der Anlagenbetreiber seinen Betreiberpflichten nach und stehen der Anlage keine anderen öffentlich-rechtlichen Belange entgegen, hat der Anlagenbetreiber einen Rechtsanspruch auf Erteilung der Genehmigung.

24. Juni 2020 Anonym

Arbeitet dieser Klimaschutzmanager für uns Bürger oder für die WEA-Leute. Der sollte Alternativen für uns darstellen und sich nicht so festlegen. Rauswerfen!

Antwort: Jörg Grabowsky: Auch wenn die Meinungen des Klima-Managers und meine nicht unbedingt deckungsgleich sind, finde ich es erstmal positiv, wenn jemand für seine Ideen brennt.

24. Juni 2020 Anonym

@Hr.Buberti: Das Umwelt-Gutachten wurde im Auftrag von Plan 8 im Jahre 2017 erstellt, jetzt ist 2020 !

Antwort: Ralf Buberti, Landkreis Northeim: Vorgelegte Gutachten werden nach ihrem Inhalt bewertet. Geprüft wird unter anderem, ob die in dem Gutachten angenommen Sachverhalte den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Sollten sich die angenommen Sachverhalte bzw. die Beurteilungskriterien seit 2017 geändert haben, so ist das Gutachten entsprechend zu aktualisieren. Das Erstellungsdatum des Gutachtens spielt daher (vorerst) keine Rolle.

24. Juni 2020 Anonym

Wir Bürger von Uslar wollen bayrische Verhältnisse. 2.500 m Entfernung. Die Bayern sind schon immer weitsichtiger.

Antwort: Jörg Grabowsky: Ja, ich würde mich über die bayerische Lösung auch in Niedersachsen freuen. Dort sind übrigens nicht per se 2.500 Meter Abstand gefordert, sondern die 10-fache Anlagenhöhe (Höhe = Nabenhöhe zzgl. Rotorradius). Wir können uns lokal aber nur um Dinge kümmern, die wir auch beeinflussen können. Das Land Niedersachsen hat leider anders entschieden

24. Juni 2020 Anonym

Wie will die SPD denn mit der WEA Arbeitsplätze vor Ort schaffen? Das sichert in Uslar gar nichts, sondern nur dort, wo sie gebaut werden.

Antwort: Sven Borchert – SPD-Fraktion

Eine Anlage allein wird hier vor Ort sicher noch keine dauerhaften Arbeitsplätze schaffe, das ist richtig. Aber man muss etwas größer denken. Die Stadt erarbeitet derzeit ein Betreiber- und Beteiligungsmodell, in dem beispielsweise auch die Uslarer Stadtwerke eine wichtige Rolle spielen. Wenn man das Feld der Erneuerbaren Energien insgesamt bespielt, werden hier vor Ort auch dauerhafte Arbeitsplätze entstehen. Alle Anlagen müssen gewartet und auch repariert werden, hinzu kommen die administrativen Tätigkeiten. Dies gilt für Solar- und Windkraftanlagen gleichermaßen.

24. Juni 2020 Anonym

Herr Bauer, die Flächen sind versiegelt. Warum nicht mit Solar überbauen?

Antwort: Torsten Bauer – Bürgermeister

24. Juni 2020 anonym

Sind die Anlagen nachts leuchtend???

Antwort: Daniela Schmidt – Plan 8

24. Juni 2020 Anonym

Herr Bauer, vielen Dank für die Erkenntnis der 1000m. Sollen sie doch erstmal klagen. Bis dahin gibt es viele neue Erkenntnisse.

Antwort: Torsten Bauer – Bürgermeister

24. Juni 2020 Anonym

Gerade hat Herr Rapp vorgeschlagen, Reinhardswald, Solling und Bramwald touristisch durch Zusammenschluss aufzuwerten. Warum durch Windräder kaputt machen?

Antwort: Mag jemand antworten?

24. Juni 2020 Anonym

Wie müssen umdenken, Strom sparen durch Einsparungen, wie die Überproduktion von Brot zurückschrauben und die Gebäude sanieren, etc.

Antwort: Antwort: Jörg Grabowsky: Stimmt. Hier ist jeder gefordert

24. Juni 2020 Anonym

Wieviel mehr Lärm werden die hohen Windräder machen??

Antwort: Daniela Schmidt – Plan 8 – vielleicht die Grafik einbauen?

24. Juni 2020 Anonym

Wer baut die ganzen Windräder zurück, wenn sie ausgedient haben bzw. überflüssig sind, weil genug über Wasserkraft u. ä. erzeugt wird????

Antwort: Daniela Schmidt – Plan 8

24. Juni 2020 K

Danke, dass der Bürgermeister betont, dass der Rat das Geld verteilt. Dann soll der Rat bitte uns Bürger einbeziehen und nichts unnötig übers Knie brechen.

Antwort: Torsten Bauer – Bürgermeister

24. Juni 2020 Karl Fricke

Herr Fischer hat in Schoningen viel ausgebremst.

Antwort: Wilfried Fischer CDU-Fraktion

24. Juni 2020 Anonym

Das Landschaftsbild kann niemals, egal wie hoch, durch Geld wiederhergestellt werden. Einaml zerstört durch Windräder, für immer verloren.

Antwort: Mag jemand anworten?

24. Juni 2020 Anonym

Es gibt auch Biogasanlagen, die gleichmäßig Energie liefern.

Antwort: Jörg Grabowsky: Auch das ist deutlich geworden, dass allein Wind- und Solarenergie nicht ausreichen

24. Juni 2020 Anonym

Wir beschließen hier keinen Neubau bevor nicht 1000 m Pflicht sind lt. Landkreis

Antwort: Jörg Grabowsky: Wir in Schoningen würden uns sehr freuen; andere betroffene Ortschaften der Nachbarschaft sehen das auch so

24. Juni 2020 Anonym

Sollte nicht immer die Menschen und die Natur vorne an stehen???Bedenkt, wie bei Atomkraft die Folgen der Windräder -Entsorung etc.

Antwort: Jörg Grabowsky: Ich unterstelle, dass alle Teilnehmer Mensch und Natur nach vorne stellen. Ich gestehe aber auch jedem eine andere Auffassung zu. Wir haben in Schoningen den Startschuss gegeben, hoffen darauf, dass der Rat die richtige Entscheidung fällt.



Dank der lebendigen Diskussion setzen wir alle gemeinsam das richtige Signal. Danke für die Aufmerksamkeit



Jörg Grabowsky, Schoningen